Ist es dir in letzter Zeit auch passiert, dass du dir eine ganz bestimmte Sache kaufen wolltest, zum Beispiel eine Spielkonsole oder ein Möbelstück, aber genau das gab es im Laden oder online dann einfach nicht? Das kommt zurzeit nämlich ziemlich häufig vor. Warum das so ist, erfährst du hier!
Egal ob bei Laptops, Waschmaschinen, Autos, Schuhen oder Fahrrädern: Momentan gibt es bei zahlreichen Produkten Lieferschwierigkeiten. Das verärgert viele Konsumenten sehr. Als zu Beginn der Pandemie das Klopapier oder die Nudeln ausverkauft waren, machte man Witze darüber und dachte, das wäre bald wieder vorbei. Bei diesen Produkten war das zwar auch der Fall, aber dafür führt nun der Mangel an Elektronikchips oder Rohstoffen dazu, dass viele Menschen lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, wenn sie etwas Bestimmtes haben wollen.
Das ist aber natürlich nicht nur für die Konsumenten ärgerlich, sondern auch die Einzelhändler und Produzenten leiden darunter. Autohersteller wie Audi oder Opel mussten beispielweise Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, weil sie aufgrund der fehlenden Chips keine Beschäftigung mehr für sie hatten. Diese Chips, genauer gesagt die Halbleiter, werden nämlich in nahezu allen modernen Autos verbaut. Neben den Halbleitern sind aber auch Stahl, Aluminium und Kupfer Mangelware. Das führt dazu, dass die meisten Elektronikhersteller bei ihrer Produktion hinterherhängen. Bis sich das wieder erholt, kann auch noch einige Zeit vergehen.
Was sind die Gründe für die Lieferengpässe?
- Wegen der Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie mussten viele Hersteller in Asien ihre Produktion verringern oder teilweise sogar ganz einstellen.
- Außerdem kam es zu Transportproblemen, weil in China auch für Frachthäfen keine Ausnahmen von den Corona-Maßnahmen gemacht wurden.
- Hinzu kommt, dass die Hersteller wegen des schwankenden Konsumverhaltens der Menschen während der Pandemie nicht einschätzen konnten, wie viel sie produzieren mussten. Während sehr viele Menschen für ihr Home-Office plötzlich Bedarf an Laptops, Druckern und Co. hatten, ging die Nachfrage an Autos deutlich zurück. Als Folge davon bestellten die Autohersteller weniger Halbleiter, die sie kurze Zeit später jedoch wieder vermehrt benötigten.
- Ein Mangel an LKW-Fahrern trägt ebenfalls zu den Lieferverzögerungen bei. (jk)