Moment Mal – Crowdfunding und Crowdinvesting – ist das nicht das gleiche? Könnte man meinen, aber Nein! Obwohl es bei beidem darum geht, finanzielle Mittel für ein Projekt oder ein Unternehmen aufzutreiben, gibt es deutliche Unterschiede. Crowdinvestments haben eher einen wirtschaftlichen Hintergrund. Es geht den Investoren also wirklich darum, mit ihrer Anlage Rendite zu erzielen und ihr Geld zu vermehren. Beim Crowdfunding geht es vielmehr darum, eine Idee zu realisieren oder etwas Gutes zu tun. Menschen, die dafür Geld geben, wollen oft die Umsetzung dieser Idee erleben oder anderen helfen, Gewinne sind ihnen eher weniger wichtig.
Kreativität wird belohnt
Beim Crowdfunding bittet man um Spenden für kreative Projekte aus den Kategorien Kunst, Handwerk, Design, Film, Musik, Fotografie, Technologie und vieles mehr. Unteranderem ermöglicht Crowdfunding auch soziale Projekte. Besonders beliebt ist Crowdfunding bei Start-Ups. Der Vorteil ist, dass man nicht so lange auf den Kredit einer Bank oder andere Finanzierungsmöglichkeiten warten muss. Denn der bürokratische Prozess dabei kann ein nerviges Hindernis für die Gründer sein.
Die Spender erhalten in diesem Fall keinen festen Zinssatz, sondern materielle oder immaterielle Dinge. Die Art Entlohnung hängt davon ab, wofür der Projektgründer sich entscheidet. Oft handelt es sich dabei auch um die entwickelten Produkte. Zum Beispiel ein Rapper, dem die Technik fehlt, um seine Songs aufzunehmen, kann bei Erfolg Karten für Auftritte an seine Spender zurückgeben. Für die Projektentwickler ist Crowdfunding auch eine Art Test, wie gut ihre Idee bei der breiten Masse ankommt. Wenn das Geld nicht zusammenkommt, könnte dies ein erstes Anzeichen dafür sein, dass die Idee noch nicht gut genug ist.
Mit ein paar Klicks den Traum erfüllen
Crowdfundings laufen heutzutage über digitale Plattformen im Internet. Es gibt dafür mittlerweile viele verschiedene internationale aber auch deutsche Seiten. Die bekanntesten sind Gofundme, Kickstarter, Indiegogo und Fundrazr. Bestimmt hast du mindestens schon von einer dieser Plattformen gehört, oder? Die meisten von ihnen sind nicht kostenlos, Gründer müssen oft einen Teil des gesammelten Geldes an die Betreiber der Seiten abgeben. Diese Gebühren können u.a. für jede Transaktion durch eine erhaltene Spende, die Anmeldung und die allgemeine Unterstützung, die die Plattformen bieten, anfallen.
Verschiedene Arten von Crowdfunding
Es gibt hauptsächlich zwei Arten von Crowdfunding. Bei beiden ist jeder Projektgründer verpflichtet, ein Finanzierungsziel und eine Frist für sein Projekt festzusetzen. Wenn andere an dem Projekt Gefallen finden, können sie einen Beitrag zur Umsetzung des Projekts leisten. Erreicht das Projekt sein Finanzierungsziel, werden die Kreditkarten der Unterstützer erst bei Ablauf der Frist belastet. Schlägt die Finanzierung fehl, muss niemand zahlen. Diese Art des Crowdfunding nennt man Fixed Funding. Die zweite Art heißt Flexible Funding, bei der der Gründer, auch wenn das gesetzte Ziel nicht erreicht wurde, das Geld, was er bis dahin erhalten hat, behalten darf. Um seine Idee erfolgreich finanzieren zu können, muss man, egal für welche Art man sich entscheidet, ordentlich für sein Projekt werben, damit sich genug Spender finden, die bei der Finanzierung helfen. (sms)