Inflation, Klimawandel, Krieg in der Ukraine – weltweite Krisen wie diese, aber natürlich auch private Probleme sorgen für immer mehr Stress bei jungen Erwachsenen. Das zeigt die Studie „Zukunft Gesundheit 2022 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt“ der vivida bkk und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“, bei der 1.022 Personen zwischen 14 und 34 Jahren befragt wurden.
Wie gestresst sind junge Erwachsene?
68 % der 14- bis 34-Jährigen geben in der Studie an, sich gestresst zu fühlen. Während es bei den jungen Männern 61 % sind, betrifft es sogar 80 % der Frauen. Neben den alltäglichen Anforderungen in der Schule, auf der Arbeit, beim Studium oder in der Ausbildung kommen in der heutigen Zeit einige weitere Krisen hinzu, die die Psyche stark belasten. Folgen davon können Antriebslosigkeit oder depressive Verstimmungen sein. 70 % der Befragten gaben an, dass sie sich häufig müde oder schlapp fühlen.
Darüber hinaus kann sich Stress auch negativ auf den Körper auswirken. Die Hälfte der Studien-Teilnehmer*innen klagt über Muskelverspannungen und 43 % über Kopfschmerzen.
Umgang mit Stress
Es gibt viele verschiedene Wege, wie Menschen mit Stress umgehen. Viele davon sind jedoch nicht sonderlich hilfreich oder sogar kontraproduktiv. So geben zum Beispiel 54 % der Befragten an, viel zu essen, wenn sie sich gestresst fühlen. Ein Drittel versucht zudem, mithilfe von Alkohol, Zigaretten oder Joints runterzukommen.
Doch der richtige Umgang mit Stress kann auch gelernt werden. Dabei gibt es definitiv Unterschiede, wem welche Strategie am besten hilft. Um Alltagsstress zu vermeiden, kann einerseits ein gutes Zeitmanagement schon viel bringen. Andererseits können Hobbys und Freizeitaktivitäten beim Abschalten helfen. Ob Malen, Zocken, Fußballspielen, mit Freunden treffen oder Fernsehen: Tu das, was dich am meisten entspannt regelmäßig. Wenn das nicht hilft, gibt es zum Beispiel an einigen Unis oder auch bei Krankenkassen Kurse zur Stressbewältigung. (jk)