Die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland bietet Anlass für verschiedene Sorgen. Welche Themen für junge Menschen besonders belastend sind, hat die Trendstudie „Jugend in Deutschland – Winter 2022/2023“ untersucht, an der 1027 Personen zwischen 14 und 29 Jahren teilnahmen. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen!
Die Studie zeigt, dass die größte Sorge junger Menschen die hohe Inflation ist. 71 Prozent der Befragten gaben an, dass sie diese Entwicklung beunruhigt. Weitere häufig angegebene Themen sind der Krieg in Europa (64 Prozent), der Klimawandel (55 Prozent), die Wirtschaftskrise (54 Prozent) sowie die Energie-Knappheit (49 Prozent).
Darüber hinaus wurden die 14- bis 29-Jährigen gefragt, wie sie mit den Preissteigerungen umgehen. 55 Prozent reduzieren ihren Energieverbrauch, indem sie zum Beispiel weniger heizen oder kalt duschen. 51 Prozent achten auch darauf, mehr Angebote zu kaufen oder Rabatt-Coupons zu nutzen. Um zu hohe Kosten zu vermeiden, gaben zudem viele an, öfter bei Discountern einzukaufen (35 Prozent) sowie seltener Markenprodukte zu konsumieren (35 Prozent). Gut ein Drittel muss nach eigenen Angaben wegen der hohen Preise auf viele Dinge verzichten. In der Befragung kam außerdem heraus, dass 20 Prozent Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschuldet sind.
Insgesamt bewerten die jungen Menschen die Entwicklung im Land diesen Winter negativer als vor einem halben Jahr. Sie empfinden, dass sich die Lebensqualität, der Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Lage immer weiter verschlechtern. Laut Autor der Studie leiden junge Menschen darunter, dass die Zukunft für sie ungewiss ist. Hinzu kommt, dass ein Viertel der Befragten unzufrieden mit ihrer psychischen Gesundheit ist. All dies sollte als Alarmsignal angesehen werden. Dennoch zeigten die Studienergebnisse auch, dass die meisten trotz der Sorgen zufrieden mit ihrem Leben sind und die Hoffnung auf eine gute Zukunft nicht aufgeben. (jk)