Bei der Arbeit im Haushalt hat bestimmt jeder so seine Angewohnheiten: Backofen vorheizen, Schmutzwäsche ganz heiß waschen, und so weiter. Vieles hat man von den Eltern oder von Freunden gelernt, einiges macht man einfach so, wie es in der Anleitung steht. Aber hast du eigentlich schonmal darüber nachgedacht, ob das alles überhaupt sinnvoll und energieeffizient ist? In diesem Beitrag klären wir fünf Energiemythen auf!
Energiemythos 1: Backofen vorheizen
Auch wenn überall draufsteht, dass man es tun soll; in den meisten Fällen ist es unnötig, den Backofen vorzuheizen! Den Hinweis gibt’s oft nur, damit die Zeitangaben auf verschiedenen Öfen vergleichbar sind. Durch das Heizen des leeren Ofens geht aber einiges an Energie verloren. Um dies zu verhindern, kannst du dein Essen also in der Regel direkt in den Ofen schieben. Manchmal musst du deine Gerichte dann einfach nur ein paar Minuten länger drin lassen.
Energiemythos 2: Lüften verursacht höhere Heizkosten
Du willst im Winter nicht lüften, weil dadurch die ganze Wärme rausgeht und es ewig dauert, bis es sich wieder aufheizt? Damit irrst du dich! Denn kurzes Stoßlüften führt in den meisten Fällen nicht zu höheren Heizkosten, sondern sorgt sogar eher für das Gegenteil. Frische, sauerstoffreiche Luft erwärmt sich nämlich schneller als die verbrauchte Luft von drinnen. So wird es also nach dem Lüften schneller warm und du sparst insgesamt Energie.
Energiemythos 3: Spülmaschine möglichst kurz laufen lassen
Die Spülmaschine auf einem kurzen Programm laufen zu lassen, sorgt nicht dafür, dass weniger Energie verbraucht wird! Stattdessen sind längere Programme energiesparender, da sie mit niedrigeren Temperaturen arbeiten. Das ist ähnlich wie beim Autofahren: Wenn du 130km/h statt 180 km/h fährst, bist du zwar länger unterwegs, aber verbrauchst weniger Energie.
Energiemythos 4: Schutzwäsche heiß waschen
Bei moderneren Waschmaschinen reicht in der Regel für normal verschmutzte Wäsche ein Durchgang bei 30 Grad aus. Auch stärkerer Schmutz geht bei 40 Grad locker raus. Nur wenn du Handtücher und Bettwäsche wäschst oder du zum Beispiel nach einer Erkältung Keime abtöten willst, solltest du die Waschmaschine auf 60 Grad stellen.
Energiemythos 5: Voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom
Kommen wir zum letzten der fünf Energiemythen. Falls du dachtest, dass dein Kühlschrank mehr arbeitet und somit mehr Strom frisst, je voller er ist, können wir dich beruhigen. Auch hier ist nämlich sogar eher das Gegenteil der Fall: Wenn der Kühlschrank leer ist, verbraucht er beim Öffnen mehr Strom, als wenn er voll ist. Bei einem vollen Kühlschrank funktionieren die Produkte darin nämlich quasi als Kühlakkus, die die kalte Luft drin halten. Dadurch geht weniger Energie verloren. (jk)