Fake-News setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. „Fake“ heißt „gefälscht“ und „news“ heißt „Nachrichten“. Es sind also gefälschte Nachrichten. Mit reißerischen Schlagzeilen, gefälschten Bildern und Behauptungen werden so Lügen und Propaganda verbreitet. Fake News sehen oft aus wie echte Nachrichten, damit sie die Menschen glauben. Solche Lügen können der Politik und der Gesellschaft schaden, weil damit die Meinung von Menschen, politische Entscheidungen und Wahlen beeinflusst werden können.
Auch wenn der Begriff modern klingt, geht der Ursprung von Fake News Jahrhundert zurück. Das ergibt Sinn, wenn man bedenkt, dass auch schon vor hunderten Jahren Menschen über Gebiete geherrscht haben. In Krieg und Politik bog man sich schon damals die Fakten so zurecht, dass sie die eigene Position stärkten. Das Ziel ist es, die Menschen zu manipulieren. Hierbei ist ein besonders interessantes Beispiel zu erwähnen. In 1274 vor Christus hat Pharao Ramses II. kurzerhand einfach mal die Geschichte umgeschrieben. Einer der berühmtesten Herrscher des alten Ägypten zog gegen die Hethiter in den Krieg, jedoch erlitt der Pharao an der feindlichen Front eine bodenlose Niederlage. Doch in der Heimat Ägypten verkündete der Pharao kurzerhand seinen Sieg und ließ seine Sicht der Schlacht in Stein meißeln. Auch wenn die Geschichte aus dem alten Ägypten sehr unterhaltsam ist, kann das Verzehren der Realität erhebliche Konsequenzen mit sich bringen.
Russische Medien als Meistermanipulator
So sind Fake-News aktuell auch ein beliebtes Propagandamittel im Russland-Ukraine-Konflikt. Russland gibt so gezielt falsche Informationen an die russische Bevölkerung heraus. Nachrichtensender die verkünden, dass Deutsche sich auf Grund der durch russische Sanktionen entstandenen Energiekrise keine Duschen mehr leisten können. Neben weiteren komischen Aussagen sollen Medien in Russland auch laut EU-Bericht gephotoshopte europäische Magazin-Covern verbreiten. So will die Regierung offenbar Zweifel daran verbreiten, wer Schuld am Ukraine-Krieg ist.
Im vergangenen Jahr war das deutsche Magazin „Titanic“ betroffen. Demnach wurde ein manipuliertes „Titanic“-Cover verbreitet, auf dem ein Gesicht zu sehen war, in dessen Mund verschiedene Kriegsgeräte und Geld fliegen. In ukrainischen Landesfarben gab es dazu die Schlagzeile „Ewiger Appetit“. Mit dem gefälschten Cover sollte der ukrainische Präsident Selenskyj schlecht dargestellt werden. Dieser gilt in Russland als Nazi und Kriegsverbrecher. Ein Anzeichen, dass die einseitige Medienerstattung Russlands Wirkung zeigt. Mit Hilfe anderer gefälschter Magazine Cover sollte Russlands “Perspektive” vertreten werden, dass die USA die Ukraine benutzen, um Russland zu schaden und anzugreifen. Seit dem kalten Krieg zwischen USA und der Sowjetunion (heute Russland), scheint die USA immer noch Staatsfeind Nr. 1 zu sein.
Die Telegramm Gruppen Deutschlands
Aber auch Deutschland braucht nicht zu glauben, es wäre frei von Fake-News. Zuletzt gab der US-Konzern Google bekannt, er wolle seine Video-Kampagne gegen falsche Informationen im Netz auf Deutschland ausweiten. In anderen EU-Staaten haben Millionen Menschen solche Filme nach Angaben des Unternehmens bereits angesehen. Google will mit Aufklärungsvideos verstärkt gegen die Verbreitung von Falschinformationen im Internet vorgehen. Eine Art Präventionskurs für Nutzer der sozialen Medien. Unter anderem geht es darum, welche Auswirkungen Fake-News über ukrainische Flüchtlinge in Deutschland haben.
Dazu weitet das Google-Tochterunternehmen Jigsaw eine entsprechende Video-Kampagne auf das deutschsprachige Internet aus. Bislang hatte sich Google mit seinen Fake-News-Kampagnen auf Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei konzentriert. Corona, Klimawandel, Krieg oder Migration, sind beliebte Themen, zu denen bewusst falsche Informationen im Internet verbreitet werden. Die Verantwortlichen dahinter versuchten, Menschen und öffentliche Meinung zu manipulieren und die Bevölkerungsgruppe mit einem schlechten Bild zu belasten.
Fake-News über ukrainische Flüchtlinge zählen darauf ab die Ukrainer als eine Bedrohung für die Gesundheit, den Wohlstand und die Identität der EU-Bürger darzustellen. Falsche Geschichten, oft mit manipulierten Videos und Bildern, haben die Ukrainer für die rücksichtslose Zerstörung von Eigentum, die Ausbreitung von Krankheiten und schwere Einschnitte in den Lebensstandard der Europäer verantwortlich gemacht. Diese behaupteten Schäden seien jedoch nie eingetreten. (sms)