Wie wichtig ist der Gen Z das Thema Nachhaltigkeit? Und was tun junge Menschen, um in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise bei der Geldanlage nachhaltiger zu handeln? Antworten auf diese Fragen liefert eine Studie von Union Investment, deren Ergebnisse in folgendem Artikel zusammengefasst werden.
Relevanz von Nachhaltigkeit für die Gen Z
Im Rahmen der Studie „So tickt die Generation Z beim Thema Nachhaltigkeit“ im Auftrag der Union Investment führte das Rheingold Institut eine Befragung von 3.500 Privatpersonen ab 18 Jahren durch, die Geldanlagen besitzen oder zu erwerben planen und über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 1.500 Euro verfügen. Unter den Befragten waren 502 18- bis 25-Jährige, die der Generation Z zugeordnet wurden. Es zeigte sich, dass knapp zwei Drittel der 18- bis 25-Jährigen das Thema Nachhaltigkeit als wichtig empfinden. Dennoch schätzen lediglich 17 % von ihnen ihre persönliche Einstellung und ihr Handeln als sehr nachhaltig ein. Das ist deutlich niedriger als bei der Gesamtheit der Befragten (27 %).
Interessant ist außerdem, dass mehr als die Hälfte der Befragten aus der Gen Z überzeugt ist, dass man auch als einzelne Person nachhaltige Ziele fördern kann und sollte. Nichtsdestotrotz sehen sie dabei vor allem Industrieunternehmen und den Staat in der Verantwortung. Ihr Wissen zu Nachhaltigkeitsthemen erlangt die Gen Z zudem hauptsächlich durch das Internet: Social Media-Netzwerke sind für 55 % die Hauptinformationsquelle.
Wie will die Gen Z für mehr Nachhaltigkeit sorgen?
Die meisten Befragten der Gen Z verbinden das Thema Nachhaltigkeit vor allem mit Klima- und Umweltschutz sowie mit Ressourcenschonung. Dies wird daran deutlich, wie die jungen Menschen Nachhaltigkeit in ihr Leben einbauen. Der größte Teil der befragten 18- bis 25-Jährigen versucht im Haushalt Wasser, Strom und Gas zu sparen. Mit 65 % sind das jedoch deutlich weniger als bei allen Befragten (83 %). Nur knapp die Hälfte der Gen Z gibt an, beim Kauf von Lebensmitteln darauf zu achten, dass diese umweltfreundlich hergestellt und transportiert wurden oder wenig Verpackungsmüll entsteht. Für 41 % der jungen Befragten ist der Preis das Hauptkriterium beim Einkauf.
Der Großteil der Gen Z ist davon überzeugt, durch Energiesparen (77 %), durch vegane oder vegetarische Ernährung (60 %) sowie durch weniger Autofahren und Flugreisen (66 %) für mehr Nachhaltigkeit sorgen zu können.
Nachhaltige Geldanlagen
Im Großen und Ganzen ist die Gen Z bereit, das eigene Geld nachhaltig zu investieren. Etwas mehr als die Hälfte glaubt, dass sich die beiden Bereiche Nachhaltigkeit und Geldanlagen gut miteinander verbinden lassen. Es denken aber nur 21 Prozent, dass nachhaltige Investitionen auch mehr Rendite bringen. Trotzdem rückt das Thema immer weiter in das Bewusstsein (junger) Menschen. Ein großes Problem ist allerdings, dass sich lediglich 11 Prozent der Befragten der Gen Z ausreichend dazu informiert fühlt. Daher ist es wichtig, dass die Medien, insbesondere die Sozialen Medien, aus denen junge Leute ihre Informationen erhalten, immer mehr über das Thema Nachhaltigkeit in Verbindung mit Geldanlagen aufklären. Passend dazu kannst du nun unseren Beitrag zu „grünen“ ETFs lesen! (jk)