Eine eigene Immobilie kaufen oder bauen: Das ist ein großes Lebensziel von sehr vielen Menschen, das aber natürlich mit hohen Kosten verbunden ist. Was man generell alles beachten muss, wenn man seine eigene Immobilie kaufen möchte, haben wir hier für dich zusammengetragen. In diesem Beitrag geht es jetzt ganz konkret um Finanzierungsmöglichkeiten, mit wissenswerten Infos und Hinweisen.
Wie funktioniert eine Immobilienfinanzierung?
Der Bau oder Kauf eines Eigenheims kann sehr teuer werden, insbesondere weil die Immobilienpreise immer weiter ansteigen. Allerdings haben nur die wenigsten Menschen so viel Geld einfach griffbereit auf ihrem Konto. Zusätzlich zum Eigenkapital ist daher meistens eine Immobilienfinanzierung in Form eines Kredits beziehungsweise Darlehens notwendig. Eine Immobilienfinanzierung funktioniert prinzipiell genauso wie jede andere Finanzierung: Du leihst dir den fehlenden Betrag bei einer Bank und zahlst ihn dann in monatlichen Raten über einen längeren Zeitraum zurück. Die Besonderheit bei dieser Finanzierungsart sind jedoch die hohen Summen und dadurch auch die langen Vertragslaufzeiten von 10 bis 25 Jahren. Um Kredite zu vergeben, brauchen die Banken eine gewisse Sicherheit, dass sie das Geld auch wirklich zurückbekommen. In diesem Fall dient die finanzierte Immobilie als Kreditsicherheit. Außerdem sind Immobilienfinanzierungen zweckgebunden, was bedeutet, dass das geliehene Geld für nichts anderes verwendet werden darf.
Trotzdem gilt: Je mehr Eigenkapital du von vornerein hast, umso geringer sind in der Regel die Zinsen, die du für das Darlehen bezahlen musst. 20 bis 30 % des Kauf- oder Baupreises müssen meistens sowieso aus eigener Tasche finanziert werden. Deshalb musst du auf alle Fälle früh genug anfangen zu sparen!
Die richtige Immobilienfinanzierung finden
Bevor du zu einer Bank oder einer Bausparkasse gehst, kannst du dir erstmal einen Überblick über die Kreditangebote verschaffen. Dies geht am einfachsten, indem du Vergleichsportale im Internet nutzt. Dafür musst du einige Angaben zu deiner finanziellen Situation machen und dann bekommst du auf dich angepasste Ergebnisse. Denn wie gut oder auch wie schlecht der Zinssatz ausfällt, hängt immer davon ab, wie viel du monatlich überhaupt abbezahlen könntest. Ein Grundsatz lautet: Gib‘ am besten nicht mehr als ein Drittel deines Einkommens für das Thema Wohnen aus.
Beim Vergleich solltest du dir folgende Werte genau anschauen: den Effektivzins, die Dauer der Sollzinsbindung und die Möglichkeiten der Sondertilgung. Der Effektivzins gibt die kompletten Kosten des Darlehens an, inklusive aller anfallenden Nebenkosten, die die Bank berechnet. Das ist also ein sehr wichtiger Vergleichswert! Die Sollzinsbindung legt fest, wie lange der vereinbarte Zinssatz gilt. Wenn die Zinsen zu dem Zeitpunkt, an dem du den Vertrag abschließt, also sehr niedrig sind, dann solltest du darauf achten, dass die Dauer der Sollzinsbindung möglichst lang ist. Gut ist auch, wenn dir die Möglichkeit einer Sondertilgung angeboten wird. Dann könntest du den Immobilienkredit nämlich früher abbezahlen als geplant, ohne eine Entschädigung an die Bank zu zahlen. Dies kann sehr praktisch sein, wenn du irgendwann mehr Geld zur Verfügung hast als bei Vertragsabschluss. In den meisten Verträgen ist es möglich, jährlich einen bestimmten Prozentsatz als Sondertilgung abzuzahlen. (jk)